Unsere Geschichte

Über 100 Jahre
Fahrschule Horlacher

1924

Am Anfang des letzten Jahrhunderts kamen immer mehr Automobile auf die Straßen. Damit entstand auch die Frage, wie die neuen Fahrzeugführer ausgebildet werden sollten. Zunächst übernahmen Autoverkäufer diese Aufgabe. Sie erklärten ihren Kunden nicht nur das Fahrzeug, sondern brachten ihnen auch das Fahren bei.

Eine Fahrstunde kostete damals 6,50 Reichsmark, während ein Brötchen für 3 Pfennig zu haben war. 1911 entstand schließlich die Idee einer einheitlichen Fahrschule. Elf Jahre später wurde die Württembergische Landesfahrschule GmbH mit Sitz in Stuttgart Gaisburg gegründet. Sie war damals die größte Fahrschule Deutschlands.

Hermann-Horlacher

1925

Die Gründung

Der Gründer der Fahrschule Horlacher, Hermann Horlacher, 1899 geboren, erhielt als Automobilmechaniker und Verkäufer 1919 die Fahrerlaubnis bei einem Autohändler in Schwäbisch Hall/Württemberg. 1924 brachte er den hochherrschaftlichen Kunden (Ärzte, Adelige usw.) das Fahren bei. In der “Württembergischen Landesfahrschule GmbH” erwarb er 1925 die Fahrlehrererlaubnis und leitete ihre Filiale in Schwäbisch Hall.

1931

Der Umzug

1931 zog Hermann Horlacher nach Stuttgart. Da er sich gerne selbstständig machen wollte, brachte er seine Fahrschüler nach Hechingen. Dort, in Preußisch Hohenzollern, konnte er ohne Beschränkung als Fahrlehrer tätig sein und so das Monopol der Württembergischen Landesfahrschule umgehen.

Erstes Fahrschulauto Württemberg
Erste württembergische Privatfahrschule

1934

Die Eröffnung

1934 eröffnete Hermann Horlacher die erste Württembergische Privatfahrschule in Stuttgart. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde er Fahrlehrer bei der Wehrmacht. Wegen Äußerungen gegen den Nationalsozialismus musste er drei Jahre ins Gefängnis. Nach dem Krieg nahm er den Fahrschulbetrieb wieder auf. Anfang der 1950er Jahre gehörte Hermann Horlacher zu den Mitbegründern des Landesverbands der Fahrlehrer und wurde dessen erster Vorsitzender. Im Bundesverband der Kraftfahrlehrer übernahm er das Amt des zweiten Vorsitzenden. Eine seiner bedeutendsten Leistungen war die Idee und Gründung der Fahrlehrerversicherung. Zwei Jahre lang reiste er gemeinsam mit seiner Tochter Ruth durch Deutschland, um andere Fahrlehrer für seine Idee zu gewinnen. Mit Erfolg.

1956

Zweigstellen

Sein Sohn Gerhard Horlacher erwarb bereits mit 22 Jahren den Fahrlehrerschein und war damals der jüngste Fahrlehrer Deutschlands. Zwei Jahre lang unterstützte er seinen Vater unentgeltlich, während dieser sich um die Gründung der Fahrlehrerversicherung kümmerte. 1955 eröffnete Gerhard Horlacher den ersten Lehrsaal auf den Fildern in Stuttgart Degerloch. Bis 1965 kamen drei weitere Zweigstellen hinzu und aus dem Einmannbetrieb seines Vaters wurde eine größere Fahrschule. 2001 blickte Gerhard Horlacher auf 50 erfolgreiche Berufsjahre als Fahrlehrer zurück.

Fahrschul-Flotte 50er Jahre
Fahrschule Horlacher 3 Generationen

1977

Die 3. Generation

Der Enkel von Hermann Horlacher, Stefan Horlacher, bestand 1977 nach seiner erfolgreichen Meisterprüfung im Kfz Handwerk die Fahrlehrerprüfung in Stuttgart. Nach 13 Jahren bei Daimler Benz entschied er sich 1981, die Fahrschule weiterzuführen.

1989

Weiterentwicklung

1989 absolvierte Stefan Horlacher die Ausbildung zum Seminarleiter für Nachschulungskurse für Fahranfänger, die heutigen ASF Seminare. 1991 folgte die Ausbildung zum Seminarleiter für Aufbauseminare für Punkteauffällige. Nach der Wiedervereinigung eröffnete er 1991 eine Filiale in Dresden, die er bis Ende 1998 leitete. Ab 1999 war er außerdem als ehrenamtlicher Lehrbeauftragter an verschiedenen Stuttgarter Schulen tätig und führte dort das von ihm zusammengestellte ESF Seminar für Fahranfänger durch.

Fahrschulwagen-Flotte 1983

2004

Neue Verantwortungen

Im Jahr 2004 wurde Stefan Horlacher in den Vorstand der Stuttgarter Verkehrswacht gewählt und engagierte sich dort unter anderem für das Programm “Ohne Aggression und mit mehr Rücksicht im Straßenverkehr”. Ab 2010 moderierte er gemeinsam mit Kollegen für Mercedes-Benz in Stuttgart das Projekt RoadSense, das junge Menschen für ihre Mitverantwortung als Mitfahrer im Straßenverkehr sensibilisierte.

2025

Der Neuanfang

Nach dem Tod von Stefan Horlacher im Jahr 2025 übernahm sein Stiefsohn Daniel Hlebec die Fahrschule, schloss anschließend seine Ausbildung zum Fahrlehrer erfolgreich ab und führte damit die lange Tradition des Unternehmens fort. Gleichzeitig begann er mit einer umfassenden Modernisierung. Logo, Website, Räumlichkeiten und Strukturen wurden neu gedacht, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren.

Aus über 100 Jahren Tradition entstand so eine moderne Fahrschule für die nächste Generation.

Heute

Über 100 Jahre Geschichte
und es geht weiter

Mit einem neuen Auftritt, modernen Räumlichkeiten, zeitgemäßen Strukturen und einem motivierten Team ist die Fahrschule Horlacher heute bestens aufgestellt für alle, die sicher, kompetent und mit Freude unterwegs sein wollen.

Heute

Über 100 Jahre Geschichte
und es geht weiter

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